Deshalb gehe ich gerne nach Berlin

1. Februar 2013

"Das war ein packendes Spiel am letzten Samstag gegen Hannover, aber leider für uns mit dem falschen Ausgang. Die Niederlage ist kaum zu erklären, schon gar nicht, wenn die Statistiken zu Hilfe gezogen werden. Aber eben, auch das ist Fussball.

Unser Trainer war – wie wir natürlich auch – sehr enttäuscht. Aber trotzdem nicht unzufrieden, mit dem was die Mannschaft gezeigt hat. Mein Zimmerkollege Marcel Schäfer hat es treffend formuliert: ‹Letzte Woche haben wir nach dem Sieg gegen Stuttgart diskutiert, dass wir nicht so gut gespielt haben. Jetzt reden wir darüber, dass wir gut gespielt, aber verloren haben!› Unser Ziel ist natürlich zu gewinnen und dabei überzeugenden, schönen Fussball zu spielen. Darauf arbeiten wir hin. Im Moment ist es aber so, dass wir uns Schritt für Schritt aus dem Tabellenkeller entfernen wollen, damit wir keine Gedanken an Abstiegskampf oder Relegationsspiele verschwenden müssen. Wir müssen unbedingt unseren eingeschlagenen Weg weitergehen.

Der private Abstecher in die Hauptstadt

Wie fast immer nach einer Partie am Samstag hatten wir am Montag unseren trainingsfreien Tag. Wenn keine Termine mit Sponsoren oder Medien anstehen, versuche ich bewusst, alles, was mit Fussball zu tun hat, zu vermeiden. Dieses mal habe ich die Gelegenheit genutzt und bin mit meiner Familie nach Berlin gefahren, um etwas Abwechslung zu haben. Mit meiner Frau und meiner Tochter kann ich am besten Abschalten und wieder Energie für die nächsten Aufgaben tanken. Das tat gut.

Die Vorbereitung auf das Spiel gegen Augsburg am Samstag wurde gegenüber der Vorwoche nicht gross geändert. Alle im Verein haben eine Entwicklung in die richtige Richtung erkannt. Deshalb ist eine Anpassung im Moment nicht notwendig. Wichtig ist nur, dass wir unsere Chancenauswertung verbessern und in der Defensive noch entschlossener verteidigen. Mit den Fans im Rücken werden wir den so dringend nötigen Dreier einfahren.»

Aus Diego's Kolumne aus 20minuten